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Durchdachte Entwässerung trifft auf sensible Gasinfrastruktur – für die 20.000 qm große Baustelle des Energieunternehmens Vermillion lieferte BIRCO die Komplettlösung

Einblick ins Innere: Die Rohre der Gasinfrastruktur wurden in den BIRCOcanal-Elementen verlegt. Sicher geschützt unter der Oberfläche, einfach zur Wartung.

Klassisch verlegte Leitungen im Erdreich sind nach dem Verfüllen unsichtbar und unerreichbar. Nicht so bei BIRCOcanal

Rund um das Gelände nimmt die BIRCOsir 420 als Linienentwässerung das anfallende Oberflächenwasser auf, leitet es in die Rigolen weiter.

Jede BIRCOsir-Rinne hat eigene Positionsnummer. Dazu gibt es für die Baustelle einen detaillierten Verlege-Plan.

Gesetzliche Vorgaben schreiben bei Gasaufbereitungsanlagen eine WHG-konforme Entwässerung vor.

29.10.2026 |

Alles im Griff. Auch das Wasser.

Entwässerung für Gasanlage: BIRCO realisiert WHG-konforme Komplettlösung

Eine Gasaufbereitungsanlage ist kein Ort für Fehler. Es braucht Expertise. Eine konzeptionelle Beratung im Vorfeld. Und natürlich die passenden Produkte für eine reibungslose Umsetzung. Für das Großprojekt des Energieunternehmens Vermillion Energy im Norden Deutschlands zeigt BIRCO einmal mehr, wie durchdachte Entwässerung funktioniert. Aufeinander abgestimmt, von der ersten Rinne bis zur letzten Rigole. Passgenau. WHG-konform.

Das Gelände ist komplett versiegelt, das Gefälle exakt bemessen, jeder Quadratmeter entwässerungstechnisch erfasst. Semin Kuc, Gebietsverkaufsleiter bei BIRCO, begutachtet die 20.000 qm große Baustelle. Bei Gasaufbereitungsanlagen ist die WHG-konforme Entwässerung ein Muss, keine Option. Das Wasserhaushaltsgesetz schreibt vor, dass wassergefährdende Stoffe nicht unkontrolliert ins Erdreich gelangen dürfen. Daher die Versiegelung. Es gibt für alles exakte Vorgaben, so auch für das entsprechende Filtersystem. Kurz gesagt: Wo hier Wasser falsch fließt, wird es zum Problem. BIRCO hat gemeinsam mit der Strabag dafür gesorgt, dass genau das nicht passiert

Eine Komplettlösung, die ineinandergreift 

Alles hier läuft nach Plan: In der Mitte die Gasaufbereitungsanlage, leicht erhöht, mit einem Gefälle von einem Prozent an allen Seiten. Rund herum BIRCOsir in der NW 420, die Linienentwässerungsrinne mit bauaufsichtlicher Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt, Nr. Z-74.4-181). Sie nimmt das Oberflächenwasser auf und leitet es ab an die BIRCOmax-i (NW 420, Bauhöhe 800). Diese fungiert als Retentionsrinne und führt das anfallende Wasser zunächst in einen Vorfilterschacht und von dort in die insgesamt 240 BIRCOrainblock Rigolen, mit einem Fassungsvermögen von je einem Kubikmeter pro Bauteil. BIRCOrainblock ist für schwere Verkehrslasten bis SLW 60 ausgelegt und kann obendrein über einen integrierten Spül- und Sedimentationskanal einfach gewartet werden. Aus den Rigolen versickert schließlich das Wasser kontrolliert in den Boden und wird sukzessive dem Grundwasser zugeführt.

Außer es kommt zum Störfall mit wassergefährdenden Stoffen: Sobald auf dem Gelände etwas leckt, tropft oder bei Wartung verschüttet wird, lässt sich der Ablauf sperren und das belastete Wasser bleibt im System. Solange, bis es über ein vorgeschaltetes Abscheide- und Filtersystem gereinigt wird. Im Regelbetrieb wird das Niederschlagswasser vor der Versickerung über ein vorgeschaltetes Abscheide- und Filtersystem behandelt

So einfach kann Wartung gehen

Die Gasinfrastruktur auf dem Gelände wurde in BIRCOcanal-Rinnen (NW 420) verlegt; insgesamt 90 Meter. In BIRCOcanal können alle Leitungsvarianten verlegt werden, das ermöglicht eine Lösung für oberflächennahe Versorgungsleitungen. Der entscheidende Vorteil: die Abdeckungen! Klassisch verlegte Leitungen im Erdreich sind nach dem Verfüllen unerreichbar und jede Wartung beginnt mit dem Bagger. Nicht so bei BIRCOcanal: Die Leitungen liegen geschützt in einem massiven Betonkanal, abgedeckt und befahrbar bis zur Belastungsklasse F 900. Aber dennoch jederzeit zugänglich: Abdeckung öffnen, Wartungen durchführen, schließen. Im Regelfall ohne Erdarbeiten bzw. aufwendige Wiederherstellung der Oberfläche.

Auch der Einbau von BIRCO-Elementen ist so simpel wie genial. Jede Rinne hat eine eigene Positionsnummer. Im Werk vorgefertigt. Dazu gibt es für die Baustelle einen nummerierten Verlegeplan. Die Reihenfolge ist entscheidend. Denn nur so fügt sich alles in das jeweilige vorbereitete Erdprofil im Mörtelbett ein. „Die gesamte Montage folgt so nach Plan. Stück für Stück. Ohne Verschnitt“, ergänzt Semin Kuc.
 

Dennoch können manche Maßnahmen erst vor Ort entschieden werden, wie beim Anschluss der BIRCOmax-i an den zentralen Schacht. Ein Standardmaß gibt es hierfür nicht. „Wir haben daher gemeinsam mit BIRCO direkt vor Ort eine Adapterlösung entwickelt, das ging völlig problemlos”, zeigt sich Strabag-Experte Lars Lange begeistert. Er ist bei dem österreichischen Bauunternehmen verantwortlich für Bauleitung und HSSE-Management. 

Die Logistik des Projekts verlief dabei in zwei Phasen: BIRCOcanal und BIRCOsir kamen Ende November und Anfang Dezember 2025 auf die Baustelle. Rigolen und BIRCOmax-i folgten im Februar 2026. Die vereinbarten Liefertermine wurden nicht nur eingehalten, sie wurden unterschritten.

Wie Strabag auf BIRCO kam

Dass Strabag überhaupt auf BIRCO kam, hatte mit einem früheren Projekt zu tun. „Wir hatten vor diesem Projekt schon ein ähnliches Bauvorhaben, bei dem die gleichen Anforderungen an die Platzentwässerung gefragt waren”, schildert Lars Lange. „Bei der Vorbereitung hatten wir die Experten von Leymann-Baustoffe aus Sulingen gefragt, welches System infrage kommen würde. So sind wir auf BIRCO gekommen.”

Was folgte, war und ist eine hocheffiziente und erfolgreiche Arbeitsbeziehung. „Es gab grundsätzlich bei beiden Projekten im Vorfeld eine Beratung zur Ausführung von Semin Kuc. Die Zusammenarbeit, auch bei den im Projektverlauf auftretenden Herausforderungen, verlief stets unkompliziert und zu unserer vollen Zufriedenheit”, resümiert Lange. Und was war am Ende der eigentliche Grund für die Entscheidung? „Im Prinzip das Gesamtpaket aus Preis-Leistung, projektbezogener Zusammenstellung der Produkte, schneller Lieferung und guter, unkomplizierter Zusammenarbeit.”

Das Energieunternehmen Vermillion Energy gehört zu den Stammkunden von BIRCO. Die Mitarbeit von BIRCO wird von dem beteiligten Ingenieursbüro bei Ausschreibungen sogar namentlich gefordert. Nicht wegen der Produkte allein, sondern wegen einer Expertise, die sich über Jahrzehnte aufgebaut hat.