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Bildquelle: Terminaux Internationaux Bettembourg (TIB)

20.11.2015 | News

BIRCO: Gefragter Partner bei Großprojekten

BIRCO verzeichnet größten Auftrag der Firmengeschichte / Kräftige Investition am Standort Baden-Baden / Umstellung auf Robotertechnologie

BIRCO setzt in diesem Jahr seinen kontinuierlichen Wachstumskurs fort: Das Baden-Badener Traditionsunternehmen rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzwachstum von zehn Prozent auf dann mehr als 40 Millionen Euro. Damit kann Birco zum zweiten Mal in Folge im zweistelligen Bereich zulegen. Das daraus resultierende gute Betriebsergebnis nutzt BIRCO, um den Baden-Badener Standort im Herrenpfädel weiter zu stärken und zu modernisieren.

„Diese Entwicklung ist das Ergebnis einer seit Jahren konsequent verfolgten Unternehmensstrategie: Neben unserem klassischen Kerngeschäft der Rinnenherstellung stellen wir zunehmend den Bereich des Projektmanagements mit intelligenten Lösungen für komplexe Entwässerungsvorhaben in den Fokus“, erklärt Frank Wagner, Geschäftsführender Gesellschafter der BIRCO-Gruppe. Konkret bedeutet das: Aktuell steuert das beratungsintensive Projektgeschäft bereits rund 30 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Tendenz steigend. Im Projektmanagement bringt BIRCO bei Großobjekten sein Know-how bereits in der Planungsphase mit ein und berücksichtigt die Interessen aller Beteiligten – die des Planers ebenso wie diejenigen des Bauherrn oder des Bauunternehmers. Aspekte wie umweltgerechtes, nachhaltiges Bauen finden auf diese Weise ebenso frühzeitig Beachtung wie Überlegungen zur späteren Wartung oder Betriebskosten. Christian Merkel, Technischer Geschäftsführer und Mitgesellschafter, ergänzt: „Somit können optimale Lösungen in Bezug auf Material, Verarbeitung, Dimensionierung und System schnell gefunden werden.“

Die Kompetenz im Projektmanagement in Verbindung mit der hohen Flexibilität eines mittelständisch strukturierten Unternehmens hat BIRCO zu einem begehrten Partner für Großobjekte gemacht – vor allem für Logistik- und Flughafenflächen. Daher ist es kein Zufall, dass das Unternehmen in diesem Jahr den Zuschlag für den größten Auftrag in der 88-jährigen Unternehmensgeschichte im Bereich Logistikfläche erhielt. Bis Mitte 2016 werden auf dem derzeit noch im Bau befindlichen Luxemburger Umschlagterminal Bettembourg rund 20 Kilometer Schwerlastrinnensysteme von BIRCO eingebaut. Das Baden-Badener Unternehmen übernimmt dabei auch wesentliche Aufgaben bei der Projektabwicklung. „Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf rund vier Millionen Euro“, erklärt Wagner.

Im Zuge der Spezialisierung auf Großobjekte kommt auch dem internationalen Geschäft bei BIRCO eine wachsende Bedeutung zu. Rund 30 Prozent des Gesamtumsatzes werden mittlerweile außerhalb Deutschlands erwirtschaftet, rund 80 Prozent davon verbucht BIRCO auf dem europäischen Markt. Das Unternehmen arbeitet im Ausland mit Vertriebs- und Lizenzpartnern. Außerordentlich gut entwickelt hat sich der Markt im Mittleren Osten. Über die im Jahr 2013 gegründete Tochtergesellschaft in Dubai verwirklichte BIRCO prestigeträchtige Projekte wie beispielsweise die Entwässerung des Museums „Le Louvre Abu Dhabi“ oder den „Abu Dhabi Airport“. Ein aktueller Auftrag ist der sich im Bau befindliche 21 Kilometer langer Tunnel, der Oman und die Vereinigten Arabischen Emiraten verbinden wird. „Der Mittlere Osten ist ein wachstumsstarker Zukunftsmarkt“, sagt Wagner. „Mit den ersten erfolgreich vor Ort umgesetzten Projekten haben wir unser Geschäft und unsere geografische Reichweite ausgeweitet sowie gleichzeitig unsere Profitabilität auf dem dortigen Markt gesteigert.“

Bei aller Expansion im Großprojekt-Bereich hat BIRCO in 2015 auch im klassischen Segment der Rinnensysteme zugelegt. Vor allem im Bereich innovativer, modular aufgebauter Rinnen-Produkte mit integrierten und umweltgerechten Filtern zur oberflächennahen Regenwasser-Behandlung wächst BIRCO stetig. Damit arbeitet sich BIRCO in die Spitzengruppe der Entwässerung im Garten- und Landschaftsbau in Deutschland. Knapp eine halbe Million Rinnen stellt BIRCO pro Jahr her – ein Großteil am Baden-Badener Standort. „Die gute Geschäftsentwicklung erlaubt es uns, kräftig am Standort Baden-Baden zu investieren und unsere Produktion schon heute auf die Anforderungen der Zukunft auszurichten“, stellt Wagner heraus. 2,5 Millionen Euro wird das mittelständische Familienunternehmen bis zum Jahr 2016 in Baden-Baden investieren. Neben baulichen Veränderungen stellt die Umstellung im Bereich der Sortierstrecke und Absetzanlage auf eine komplett neue, speziell konzipierte Robotertechnologie das Herzstück der Modernisierung dar. Um die neue Roboteranlage optimal in die Arbeitsabläufe integrieren zu können wurde auch ein neuer Hallenanbau errichtet. „Die neue Technologie erlaubt eine sehr hohe Flexibilität und Schnelligkeit bei der Palettierung unserer Rinnen“, erklärt Merkel. Die bis zu einer Tonne tragenden Roboterarme können auf die zahlreichen verschiedenen Formate und Gewichtklassen individuell eingestellt werden und so die Rinnen optimal auf den Abtransport vorbereiten – und dies in wesentlich kürzerer Zeit. Merkel ergänzt: „Bisher dauerte der Durchlauf einer Rinne bis sie von der Produktion kommend zum Weitertransport versandfertig war, 23 Sekunden. Mit der Robotertechnologie ist der Prozess in zehn Sekunden abgeschlossen.“

Das auf rund 170 Mitarbeiter angewachsene Unternehmen rechnet auch im kommenden Jahr mit einer anhaltend guten Auftragslage. „Dank unserer Kompetenz im Projektmanagement sowie der breiten Produktvielfalt intelligenter und umweltgerechter Entwässerungssystemen sind wir gut für die Zukunft aufgestellt,“ blickt Frank Wagner positiv in die Zukunft.