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Im Baukastenprinzip erstelltes „Grünes Zimmer“ in Ludwigsburg, ein Beitrag zur Bewältigung der Hitze in dicht bebauten Innenstädten im Zusammenhang mit dem TURAS-Forschungsprojekt der EU (Foto: Helix Pflanzensysteme)

01.08.2015 | BIRCOwissenswert

Stadtbegrünung im Baukastenprinzip

Was macht Städte und Regionen zukunftsfähig? TURAS (Transitioning towards Urban Resilience and Sustainability) – ein von der EU gefördertes Forschungsprojekt – bringt Städte, Regionen, Wissenschaftler und Unternehmen zusammen, um dieser Frage nachzugehen...

Institut für Landschaftsplanung und Ökologie der Universität Stuttgart bestreitet Helix Pflanzen die Begleitforschung. Gemessen werden die mikroklimatische Wirkung, die Aufenthaltsqualität und die Vegetationsentwicklung. Die Ergebnisse werden europaweit publiziert und auch an die Kommunen in der Region weitergegeben.

Insgesamt 7000 Stauden und 128 Platanen sorgen im „Grünen Zimmer“ für 140 m2 vertikale Grünfläche auf der Tiefgarage des Rathausplatzes in Ludwigsburg, fertig gestellt im Juni 2014. Das Dach des Platanenspaliers schafft zusätzlich 40 m2 beschattete Aufenthaltsbereiche. Im Baukastenprinzip lassen sich mit den bereits bepflanzten Körben schnell und einfach grüne Oasen schaffen, welche Lärm- und Sichtschutzfunktionen übernehmen. Das Bausteinsystem „Elementa“ erlaubt flexible Linienführungen sowie die Kombination mit anderen Gestaltungselementen. Teilweise kann auf betonierte Fundamente verzichtet werden. Verbindungen der Körbe untereinander werden mit Profilschienen oben und unten sowie Verschraubungen hergestellt.

Funktionen des „Grünen Zimmers“: Lärmreduzierung, Anpassung an den Klimawandel, Schattenspender, Staubfilter, Kühlungseffekt durch Verdunstung, Wohlbefinden in der Stadt, Wasserspeicher, Lebensraum für Pflanzen und Tiere, Sozialer Treffpunkt. Die Nährstoffversorgung erfolgt durch Tröpfchenbewässerung mit angepasster Steuerung und Düngung. Die Schalldämmung beträgt DLR = 24,1 dB (Einzelangabe nach DIN EN 1793-2).

Autor: Klaus W. König