Regenwassermanagement - Platzsparende Versickerung
Sammeln des Regenwassers
Die zunehmende Versiegelung durch Siedlungs- und Verkehrsflächen hat zur Folge, dass Niederschläge schneller in die Kanalisation, Kläranlagen und Vorfluter abfließen. Überschwemmungen durch überlastete Kanalsysteme bis hin zu Hochwasserkatastrophen zeigen besonders dramatisch die Auswirkungen der fortschreitenden Flächenversiegelung. Gleichzeitig sinkt in vielen Regionen der Grundwasserspiegel bedenklich, da das Grundwasser durch die Versiegelung der natürlichen Geländeoberflächen nicht durch versickertes Regenwasser ergänzt wird.
Möglichkeiten für ein nachhaltiges ökologisches, aber auch ökonomisches Regenwassermanagement bieten die örtliche Regenwassernutzung, die zentrale und dezentrale Versickerung sowie die Dachbegrünung. Generell sollte der Möglichkeit einer Entsiegelung von Flächen der Vorzug gegeben werden. Aus Gestaltungs- oder Nutzungsgründen ist es jedoch nicht in allen Fällen möglich, Regenwasser direkt über entsiegelte Flächen versickern zu lassen. Unser Schwerpunkt liegt daher auf der Problemlösung der Entwässerung von versiegelten Flächen.
Transport zur Versickerung
Beim Sammeln von Niederschlagswasser auf versiegelten Flächen müssen durch entsprechende Entässerungselemente die anfallenden Mengen bis zur nächsten Mulde transportiert werden. Hierbei nimmt das Entwässerungselement eine zentrale Rolle ein. Es muss für einen schnellen und effektiven Transport des Regenwassers auch über größere Entfernungen sorgen. Des Weiteren übernehmen die Entwässerungsrinnen von BIRCO insbesondere bei größeren Niederschlägen die Funktion eines Zwischenspeichers.
Durch eine entsprechende Planung kann mit der Gestaltung der Profile von Verkehrswegen dafür Sorge getragen werden, dass bei Jahrhundertereignissen die gesamte versiegelte Fläche als Rückstaufläche genutzt werden kann, was im Idealfall ein Volllaufen von Kellern bzw. Tiefgaragen oder Gebäuden verhindert. Da das Wasser nur wenige Zentimeter unterhalb der Fahrbahn abtransportiert wird, kann es unmittelbar in die Versickerungsmulden eingeleitet werden. Kosten- und energieaufwendige Hebeanlagen sind daher nicht erforderlich.
Entwässerungsrinnen
Da der Regenfluss in Entwässerungsrinnen sichtbar bleibt, lässt er sich gut kontrollieren. Herkömmliche Pflasterflächen besitzen nur einen Öffnungsanteil von zwei bis vier Prozent. BIRCO Rinnensysteme zeigen wertvolle Vorteile im Regenwassermanagement.
- Das Regenwasser wird schnell und effektiv tranportiert - auch über längere Strecken.
- Das Rinnensystem dient als Zwischenspeicher - so kann bei starken Regenfällen ein zusätzliches Volumen aufgenommen und zeitversetzt wieder abgegeben werden.
- Unmittelbares Einleiten des Wassers in Versickerungsmulden, da es nur wenige Zentimeter unterhalb der Fahrbahn in Rinnensystemen abfließt. Versickerung in angrenzenden Geländemulden.
- Kosten- und energiesparend.
Mulden und Zisternen
Anstelle der herkömmlichen Ableitung von Oberflächenwasser in Misch- und Trennkanalisationen wird heute meist in dezentrale Mulden oder in ein vernetztes Mulden-/Rigolen-System versickert.
Grundvoraussetzung ist hierbei, dass das Niederschlagswasser oberflächennah gesammelt und transportiert wird. Es sollte dann möglichst ohne Umwege direkt in Mulden eingeleitet werden. Aufgrund der Versickerung durch die belebte Oberbodenschicht wird das Wasser so der Grundwasserneubildung zugeführt.
Regenwasser soll auf den Grundstücken versickern, verdunsten oder genutzt werden. Dies begünstigt den natürlichen Wasserkreislauf und erstetzt die aufwendige und problematische Ableitung in Abwasserkanälen. Wo der Niederschlag nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche abfließt, sind flache Sickermulden möglich. Das Gelände wirkt natürlich, die Baukosten für Erdbewegungen sind niedrig und der Pflegeaufwand bleibt gering.







